EU-Cloud Gaia-X: Marktplatz für eine neue Datenökonomie

Gaia-X soll den Wert von Daten greifbar machen und für Transparenz im Cloudmarkt sorgen. Für Unternehmen, die mitmachen wollen, gibt es jetzt erste Schulungen.

Ein transparenter Marktplatz für Daten und Cloud-Dienste soll im Zentrum der sicheren und offenen europäischen Cloud Gaia-X stehen. Damit sollen Unternehmen die Hoheit über ihre Daten in der Cloud zurückgewinnen und gleichzeitig dem Vendor-Lock-in der großen Hyperscaler entkommen. Zudem soll die Wertschöpfung aus den Daten so in die Hände derjenigen gelangen, die die Daten liefern. Dazu wird derzeit an der Architektur der Standards und den Regeln für den Marktplatz gearbeitet, erklärte Francesco Bonfiglio, neuer Chef der gemeinnützigen Gaia-X-Dachorganisation Gaia-X AISBL, im Interview mit dem Tagesspiegel.

Der Marktplatz für Gaia-X-Dienste soll mit ersten Anbietern im kommenden Jahr starten. Zwischen 2023 und 2025 erwartet Bonfiglio dann einen Lawineneffekt, der Gaia-X zum Erfolg machen soll. Gaia-X verspricht vertrauenswürdige Cloud-Dienste ohne Lock-in-Effekt und dadurch mehr Fairness im Cloudmarkt. Erste Anbieter haben bereits Gaia-X-kompatible Angebote auf Basis des Sovereign Cloud Stack (SCS) implementiert, der quelloffenen technischen Grundlage für Gaia-X-Dienste. iX hat vor kurzem mit der pluscloud open von PlusServer ein solches SCS-Cloud-Angebot getestet.

Auch an anderer Stelle kommt Bewegung in das Thema. Unternehmen, die selbst ein Gaia-X-kompatibles Cloud-Angebot auf Basis des Sovereign Cloud Stack aufbauen wollen, finden jetzt erste SCS-Schulungen. Linux-Admins lernen hier Architektur, Deployment und Monitoring des SCS kennen.

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(odi)

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